HNO Diagnostik


Endoskopische Untersuchung der Nase und der Nasennebenhöhlen
Lupenendoskopische Untersuchung der Stimmlippen
(inkl. Digitaler Video-/Bilddokumentation, die auf Wunsch auch in Kopie mit nach Hause genommen werden kann)
Die Endoskopie ist eine Art „Spiegelung” von verschiedenen Körperhöhlen und Hohlorganen. Das Endoskop wird zur Diagnose und Behandlung eingesetzt. Das Verfahren wird im HNO-Bereich zur Untersuchung von z.B. Trommelfell, Nase, Nasenrachenraum und Kehlkopf eingesetzt.
Das Endoskop ist ein flexibles, röhrenförmiges Gerät mit einem Durchmesser von 2,3 Millimeter (Stecknadelkopf), das zur Licht- und Bildübertragung mit einer biegsamen Faseroptik ausgestattet ist. Durch das Endoskop wird Licht geleitet, um von der zu untersuchenden Körperregion ein Bild zu erhalten. Die Spitze des Endoskops ist um 180 Grad beweglich und verfügt über einen Mechanismus zur Reinigung der Linsen oder des zu untersuchenden Gewebes. [zurück]

Ultraschalldiagnostik
Mit der Ultraschalltechnik lassen sich die Halsweichteile, Mundboden und auch die Nasennebenhöhlen untersuchen.
Das Prinzip ist der Natur abgeschaut. Zur Orientierung senden Delfine oder auch Fledermäuse Schallwellen aus, deren Frequenz so hoch ist, dass sie das menschliche Ohr nicht wahrnehmen kann. Das als Echo zurückkommende Schallwellenmuster nutzen die Tiere zur Orientierung.
Ein Ultraschallgerät funktioniert nach demselben Prinzip. Hochfrequente Schallwellen werden über den Schallkopf in den Körper geschickt. Die als Echo zurückkommenden Schallwellen werden vom Gerät registriert und in ein Bild umgewandelt. Besonders Weichteilstrukturen können hiermit sehr genau dargestellt werden.
Die Ultraschalluntersuchung stellt in vielen Fällen eine gute, schonende Alternative zur Röntgendiagnostik dar. [zurück]

Hörprüfungen
Ton- und Sprachhörtest, Impedanz- und Reflexhörtest, Kinderaudiometrie, Hörgeräteüberprüfungen, Feststellung der Hörfähigkeit bei Neugeborenen:
Um das Hörvermögen zu prüfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die klassische Methode ist die Tonaudiometrie. Hierbei werden über einem Kopfhörer (Luftleitung) Töne der verschiedenen Frequenzen von 125 bis 12000 Hz dem Ohr angeboten. Die Testperson betätigt, sobald sie einen Ton hört, einen Signalknopf. So wird für jedes Ohr in den verschiedenen Frequenzen die Hörschwelle, also die minimal wahrnehmbare Lautstärke, bestimmt. Als nächstes wird über einen Knochenleitungstongeber der Schall direkt auf den Schädelknochen übertragen. Hierbei wird die Hörschwelle wieder für jede Frequenz einzeln bestimmt.
Bei der Knochenleitungsmessung wird das Mittelohr umgangen. Der Schall wird direkt vom Schädelknochen auf das Innenohr übertragen. Der Vergleich der Hörschwelle von Luft- und Knochenleitung gibt Aufschluss über Störungen des Mittelohres.
Das Hören dient der Kommunikation. Es ist also nicht nur wichtig, Töne zu hören, sondern vor allem Sprache zu verstehen. Das Sprachverständnis wird mit der Sprachaudiometrie getestet. Es werden über den Kopfhörer Worte von einer CD vorgesprochen, welche die Testperson nachsprechen soll. So kann für jedes Ohr einzeln bei unterschiedlicher Lautstärke der prozentuale Anteil der richtig verstandenen Worte ermittelt werden.
Gerade zur Abschätzung ob ein Hörgerät benötigt wird, ist die Sprachaudiometrie unerlässlich. Bei besonderen Fragestellungen können noch weitere spezielle Hörtests erforderlich sein.
Für Kinder gibt es auf das Lebensalter abgestimmte Verfahren wie Reflexaudiometrie, OAE (s.u.), Spielaudiometrie und Bildaudiometrie. Dabei kann die durch den Hörreiz ausgelöste elektrische Aktivität des Gehirns gemessen werden (Computeraudiometrie). [zurück]

Hörtest bei Neugeborenen
Rund 1600 Kinder kommen jährlich in Deutschland mit einer Schwerhörigkeit zur Welt. Entdeckt werden die Hörstörungen oft spät, im Durchschnitt mit ca. 31 Monaten. Bis zur Hörgeräteversorgung vergehen weitere 4 Monate. Durch ein spezielles Test-Verfahren können jedoch bereits beim Baby Hörstörungen festgestellt werden. Einfach. Und völlig schmerzfrei.
Passiert das nicht, könnten die Folgen für die Entwicklung des Kindes fatal sein. Als Konsequenzen zu später Diagnostik gelten Sprech-, Lern-, Lese- und Rechtschreibstörungen. So verfügen zum Beispiel gesunde Dreijährige über einen Wortschatz von etwa 700 Worten. Gleichaltrige, bei denen eine hochgradige Schwerhörigkeit erst im Alter von zwei Jahren entdeckt wird, beherrschten hingegen nur insgesamt etwa 25 Worte. Werde die Hörstörung nach einem halben Jahr entdeckt, umfasse der Wortschatz 280 Worte und wenn die Störung bereits bei Neugeborenen erkannt werde, 400 Worte. Deshalb gilt: Die Diagnostik sollte im Alter von drei Monaten abgeschlossen sein, die Therapie wie eine Hör-Sprach-Förderung spätestens nach sechs Monaten beginnen. Überprüfen lässt sich das Hörvermögen bei Neugeborenen mittels OAE – Otoakustische Emissionen. [zurück]

Otoakustische Emissionen (OAE)
Das Ohr ist kein passives Sinnesorgan, welches den Schall lediglich registriert. Es ist in der Lage, einzelne Tonhöhen zu verstärken und andere wiederum abzuschwächen. Diese Fähigkeit ermöglicht es uns in lauter Umgebung, wie z.B. auf einer Party, unseren Gesprächspartner zu verstehen. Das Ohr dämpft die Hintergrundgeräusche und die Tonhöhen der Sprache unseres Gegenübers werden verstärkt. Diese erstaunliche Leistung vollbringt unser Innenohr mit kleinsten muskelähnlichen Filamenten. Treten diese Filamente in Aktion, werden die otoakustischen Emissionen (leise Töne) erzeugt, welche mit feinster Messtechnik registrierbar sind.
Bei der Messung der otoakustischen Emissionen wird eine Messsonde im Gehörgang platziert. Mit einem Ton wird das Ohr angeregt und die vom Innenohr produzierten Töne werden über die Sonde registriert. Nebengeräusche wie ein auftretendes Gehörgangsecho werden über den Computer eliminiert.
Die Ergebnisse der Messung der otoakustischen Emissionen geben wichtige Aufschlüsse über den Funktionszustand des Innenohres. Sie helfen festzustellen, an welcher Stelle das Hören gestört ist. Die Messung der otoakustischen Emissionen ist daher ein ganz wichtiger Bestandteil der modernen Hördiagnostik. [zurück]

Gleichgewichtstest
Schwindel kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Kreislaufregulationsstörungen, Wirbelsäulenprobleme, Nervenerkrankungen und vieles andere. Das Ohr ist Hör- und Gleichgewichtsorgan und selbstverständlich können daher Störungen der Gleichgewichtsfunktion des Ohres ebenfalls zu Schwindel führen.
Die Computernystagmographie ist ein Untersuchungsverfahren der Gleichgewichtsfunktion des Ohres. Eine Reizung des Gleichgewichtsorgans führt bei normaler Funktion zu einer typischen reflektorischen Augenbewegung, dem so genannten Nystagmus. Um diese Bewegung registrieren zu können, werden zunächst Elektroden im Bereich der Augen aufgeklebt. Hiernach wird durch bewusste Augenbewegungen der Computer auf den Patienten kalibriert (eingestellt).
Dann kann der Computer jede spezielle Augenbewegung (Nystagmus) als Reaktion auf Reizung des Gleichgewichtsorgans registrieren. Um die Gleichgewichtsorgane zu reizen, wird warmes Wasser in den Gehörgang gefüllt. Bei gesunden Gleichgewichtsorganen kann hierauf ein deutlicher Nystagmus registriert werden. Ausbleiben des Nystagmus, Dauernystagmen, die Richtung des Nystagmus oder Seitendifferenzen geben Aufschluss über Funktionsstörungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Weitere belastende Untersuchungen wie z.B. Röntgenaufnahmen oder eine Kernspintomographie des Gehirns können hierdurch oft eingespart werden.
Nur wenn eine genaue Diagnose der Schwindelursache gestellt wird, also bekannt ist, was im Einzelfall den Schwindel auslöst, kann eine ursächliche Therapie erfolgen. Die Computernystagmographie ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Schwindeldiagnostik. [zurück]

Hirnstammaudiometrie (BERA)
Brainstem Electric Response Audiometry, kurz BERA – Untersuchung genannt, ist ein Verfahren zur objektiven Hörtestung. Es beruht auf dem Grundgedanken, dass der eigentliche Höreindruck in der Hörrinde des Gehirns entsteht. Der Schall wird vom Trommelfell aufgefangen und über die Gehörknöchelchen des Mittelohres ans Innenohr weitergeleitet. Im Innenohr werden nun die mechanischen Schwingungen in elektrische Nervenimpulse umgewandelt. Die elektrischen Impulse werden über den Hörnerven an die Hörrinde weitergeleitet, wo der Höreindruck entsteht.
Elektrische Impulse sind messbar. Bei der BERA wird – ähnlich dem EEG (Messung der Hirnstromkurve) – über an der Kopfhaut angebrachte Elektroden der Hirnstrom gemessen. Während der Messung werden über einen Kopfhörer akustische Reize auf das Ohr gegeben. Über den Computer wird die Ruhehirnstromkurve herausgefiltert. Als Resultat ergibt sich die elektrische Signalveränderung auf den gegebenen akustischen Reiz. Die Untersuchung wird in einem ruhigen abgedunkelten Raum im Liegen durchgeführt, damit sich der Patient vollkommen entspannen kann.
Durch die BERA in Kombination mit den klassischen Hörtesten kann genau lokalisiert werden, an welcher Stelle die Ursache für eine Hörstörung liegt. Mittelohr, Innenohr, Hörnerv oder im Gehirn. Selbst selten vorkommende Tumore, welche auf den Hörnerven drücken können, werden frühzeitig erkannt und können hierdurch gut behandelt werden.
Durch diese nicht belastende und nicht unangenehme Untersuchung kann auch bei Kindern, welche bei normalen Hörtests nicht zuverlässig mitarbeiten, eine höhergradige Hörstörung frühzeitig erkannt werden. So kann eine Hörverbesserung bzw. die spezielle Förderung dieser Kinder früh genug beginnen, um ihnen die besten Chancen zum Start in ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen. [zurück]

Geschmack- und Geruchsprüfungen
Einige Erkrankungen können zu Geschmackstörungen führen. Bei der Geschmacksprüfung werden Lösungen mit den vier Geschmäcken auf die Zunge geträufelt und die Testperson soll diese zuordnen.
Da Geschmackstörungen und Geruchstörungen gern verwechselt werden, kombiniert man meist beide Tests miteinander und hat dann ein gutes Bild, welche Störung vorliegt. Die unterschiedlichsten Erkrankungen können das Riechvermögen negativ beeinflussen. Oft werden Geschmackstörungen und Geruchstörungen miteinander verwechselt. Da das, was die meisten Menschen unter Schmecken verstehen, in Wirklichkeit Riechen ist.
Wir können mit der Zunge nur die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter unterscheiden. Alles andere wird gerochen. Beim Essen steigen die Gerüche über den Nasenrachen in die Nase und werden in der Riechspalte wahrgenommen.
Um eindeutig eine Riechstörung zu diagnostizieren, werden der Testperson verschiedene Lösungen vor die Nase gehalten, welche sie durch Riechen identifizieren sollen. Um ein Schummeln auszuschließen, können nichtriechende Lösungen wie Wasser oder Reizlösungen wie verdünntes Ammoniak mitgetestet werden. So lässt sich eine zuverlässige, qualitative Riechprüfung durchführen. [zurück]

Rhinomanometrie – Messung der Nasendurchgängigkeit
Nasenatmungsbehinderungen sind ein häufiges Symptom. Um festzustellen, wie eingeschränkt die Nasenatmung ist, gibt es die Rhinomanometrie. Hierbei wird die Druckdifferenz zwischen Naseneingang und Nasenrachenraum bei der Einatmung und bei der Ausatmung sowie die Strömungsgeschwindigkeit gemessen. Mit Hilfe dieser Messung lässt sich objektiver abschätzen, ob und wenn welche Maßnahmen zur Verbesserung der Nasenatmung sinnvoll sind. [zurück]

Allergologische Diagnostik
Eine Allergie ist eine übersteigerte, krank machende Abwehrreaktion des Körpers auf normalerweise harmlose Stoffe. Der Körper kann auf fast alle Stoffe allergisch reagieren.
Einige Beispiele für Allergene – also Stoffe, die eine Allergie verursachen können: Pflanzenpollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel.
Typische Symptome
an den Augen: Tränen, Juckreiz, Rötung, Schwellung
an der Nase: Niesreiz, Schnupfen, Schwellung
an den Luftwegen: Hustenreiz, Atemnot
am Magen – Darmtrakt: Blähungen, Übelkeit, Durchfall
an der Haut: Juckreiz, Ausschlag

Sollten Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich bemerken, sprechen Sie uns an! Für die häufigsten Allergene gibt es standardisierte Hautteste, mit diesen können wir die meisten Allergien sicher diagnostizieren. [zurück]

 

Endoskopische Untersuchung der Nase und der Nasennebenhöhlen
Lupenendoskopische Untersuchung der Stimmlippen
(inkl. Digitaler Video-/Bilddokumentation, die auf Wunsch auch in Kopie mit nach Hause genommen werden kann)
Die Endoskopie ist eine Art „Spiegelung” von verschiedenen Körperhöhlen und Hohlorganen. Das Endoskop wird zur Diagnose und Behandlung eingesetzt. Das Verfahren wird im HNO-Bereich zur Untersuchung von z.B. Trommelfell, Nase, Nasenrachenraum und Kehlkopf eingesetzt.
Das Endoskop ist ein flexibles, röhrenförmiges Gerät mit einem Durchmesser von 2,3 Millimeter (Stecknadelkopf), das zur Licht- und Bildübertragung mit einer biegsamen Faseroptik ausgestattet ist. Durch das Endoskop wird Licht geleitet, um von der zu untersuchenden Körperregion ein Bild zu erhalten. Die Spitze des Endoskops ist um 180 Grad beweglich und verfügt über einen Mechanismus zur Reinigung der Linsen oder des zu untersuchenden Gewebes. [zurück]