Operationen


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Entfernung der Rachenmandel (Adenotomie)
Bei behinderter Nasenatmung im Kindesalter bzw. bei Belüftungsstörungen des Mittelohrs ist es erforderlich, die störende Rachenmandel („Polypen“) zu entfernen.
Die Entfernung erfolgt in Vollnarkose über den Mund-Rachenraum. Der Eingriff dauert etwa 5 bis 10 Minuten. Das Risiko einer Nachblutung ist äußerst gering.
Oft wird der Eingriff mit Trommelfellschnitten (Paracentese) kombiniert, um eine hörmindernde Schleimansammlung (Paukenerguss) zu beseitigen. Die Schnitte verheilen in der Regel nach 1 Woche.
Zeigt sich keine Besserung, wird in einem zweiten Schritt ein 2 Millimeter großes Titan-Röhrchen eingesetzt. Nach drei bis vier Monaten fällt es selbst hinaus; ein weiterer Eingriff ist nicht notwendig.
Bei stetig wiederkehrenden Paukenergüssen kann eine Dauerbelüftung der Mittelohren über Silikonröhrchen notwendig sein. Die Röhrchen werden 1 bis 2 Jahre im Ohr gelassen und können ohne weitere Operation wieder entfernt werden.

Mandelverkleinerung (Tonsillotomie)
Bereits seit über zehn Jahren und bundesweit als einer der ersten HNO-Ärzte führt Dr. Gerhard Onnebrink – speziell bei Kindern bis zum achten Lebensjahr- Mandelverkleinerungen durch (z.B. Radiofrequenz, Laser, Ultraschall). Die zuvor extrem großen Mandeln werden auf Normgröße reduziert (nicht entfernt) und bleiben somit als wichtiger Teil der Immunabwehr erhalten. In Übereinstimmung und auf Wunsch vieler Kinderärzte wird so das Immunsystem der in Entwicklung befindlichen Kinder nicht geschwächt. Gedeihstörungen wird so vorgebeugt, Schlafstörungen wie z.B. Apnoen, d.h. Atemaussetzer, können die Kinder im Schlaf nach dem Eingriff nicht mehr gefährden, Schwerhörigkeit wird vermieden.
Die Notwendigkeit zur Mandelverkleinerung besteht insbesondere bei ausgeprägter Gaumenmandelvergrößerung (die Mandeln können in Einzelfällen Tischtennisballgröße erreichen und den Mundrachen fast komplett verschließen). Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, dauert 10 Minuten und wird häufig kombiniert mit einer gleichzeitigen Entfernung der Polypen (Rachenmandel).

Mandelentfernung (Tonsillektomie)
Bei wiederholter Entzündung der Gaumenmandeln (Angina) oder bei starker, atmungsbehindernder Vergrößerung (Hyperplasie) kann es erforderlich sein, die Gaumenmandeln zu entfernen. Dies geschieht in aller Regel in Vollnarkose. Dabei werden die Mandeln aus ihren Gaumenbetten ausgelöst. Es bleiben offene Wundbetten, die in seltenen Fällen erneut bluten können. Daher muss der Eingriff mit einem 4-5 tägigen stationären Aufenthalt verbunden werden.

Begradigung der Nasenscheidewand (Septumplastik)
Bei behinderter Nasenatmung durch eine Nasenscheidewandverkrümmung kann durch eine operative Begradigung eine Verbesserung der Nasenluftpassage erreicht werden. Gegebenenfalls kann dies auch mit einer Verkleinerung der Nasenmuscheln kombiniert werden. Die Operation dauert etwa 40 Minuten. Danach wird die Nase häufig für 1-2 Tage tamponiert. Während dieser Zeit ist ein stationärer Aufenthalt sinnvoll. Nach der Entfernung der Tamponaden erfolgt die Nachbehandlung in unserer Praxis.

Nasennebenhöhlenoperationen
Wenn konservative Behandlungsmethoden fehlschlagen, können operative Maßnahmen an den Nasennebenhöhlen (Kieferhöhle, Stirnhöhle Keilbeinhöhle, Siebbeinzellen) erforderlich sein.
Hierbei werden, nach vorheriger Röntgendiagnostik (Computer-Tomographie) störende Verengungen und Schleimhautpolypen endoskopisch durch die Nase abgetragen. Der Eingriff dauert etwa 45 Minuten und wird in Vollnarkose durchgeführt. Hierbei ist keine Tamponade erforderlich. Oft wird der Eingriff mit einer Begradigung der Nasenscheidewand kombiniert.

Ohrenanlegung
Der Winkel zwischen Ohrmuschel und Kopf lässt sich durch einen Plastisch – Chirurgischen Eingriff einfach und in lokaler Betäubung korrigieren. Bei Kindern werden abstehende Ohren vor der Einschulung – hier in Vollnarkose – angelegt. Aus psychologischen sowie medizinischen Gründen, da nach dem 6. Lebensjahr die Ohrmuschel kaum mehr wächst.

Während der Operation wird hinter dem Ohr ein kleiner Hautschnitt gesetzt, der Ohrknorpel geformt, entfernt und der Winkel zwischen Ohrmuschel und Kopf korrigiert.
Nach dem Eingriff tragen die Patienten acht Tage einen Verband. Am 2. und 4. Tag wird der Verband kontrolliert und erneuert. Anschließend muss nachts vier Wochen ein weiches, breites Stirnband getragen werden.
Waschen der Haare ist zwölf Tage nach der Operation möglich. Bei sportlichen Aktivitäten ist Vorsicht geboten, auf Ballsportarten sollte sechs Monate verzichtet werden.

OhrKind

Ohrenverkleinerung
In seltenen Fällen können Ohrmuscheln im Vergleich zur Kopfgröße und –form disproportioniert bzw. messbar vergrößert wirken. Auch in solchen Fällen kann durch spezielle OP-Technik Abhilfe geschaffen werden, ohne dass Narben augenfällig sind.

Nasenkorrektur

Bei einer kosmetischen Nasenoperation werden Schiefnasen begradigt, Höcker entfernt oder Sattelnasen ausgeglichen.
Breite Nasen lassen sich verschmälern, auch kleine Korrekturen der Formgebung sind möglich.

Nach der umfassenden Beratung, der Aufklärung über die bestehenden Nebenwirkungen geschieht die Operation in Vollnarkose, anschließend muss mit einem stationären Aufenthalt von zwei bis drei Tagen gerechnet werden.
Bevor es jedoch soweit ist, sind Laboruntersuchungen notwendig, Röntgenaufnahmen und ein Aufklärungsgespräch mit dem Narkosearzt.
Auch wird die Nase fotografisch dokumentiert, um den anschließenden Erfolg des Eingriffs zu unterstreichen.

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Nach der Operation sind bestimmte Verhaltensregeln notwendig.

1.
Die Nase ist vorsichtig erst zwei Wochen später zu schnäutzen. Bei Niesreiz unbedingt den Mund mit öffnen, um den Druck auszugleichen.
2.
Während der ersten Woche nicht fest kauen, keine langen Telefonate führen, gesellschaftliche Aktivitäten zurückschrauben, Zähne vorsichtig putzen. Denn die angelegte Nasenschiene soll sich nicht lockern.
3.
Beim Waschen des Gesichtes darauf achten, dass die Schiene und deren Befestigung nicht mit befeuchtet werden. Duschen ist erst wieder drei Wochen nach dem Eingriff angesagt, Haare waschen nur mit Hilfe.
4.
Nach einer Woche werden Kunststoffnasenrücken- schiene und Pflasterverband gewechselt.
5.
Nach einer weiteren Woche nimmt der Patient die Kunststoffschiene selbst ab und trägt zwei weitere Wochen abends einen so genannten Dachziegelverband am Nasenrücken auf (nach vorheriger Anleitung).
6.
Die Schwellungen gehen zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff allmählich zurück. In einigen Fällen kann es aber auch länger dauern.
7.
Nachts sollte der Oberkörper erhöht gebettet werden. Diese Haltung beschleunigt das Abschwellen.
8.
Vermeiden Sie Kleidungsstücke, die über den Kopf gezogen werden müssen.
9.
Auf Alkohol und das Rauchen sollten sie verzichten, ebenso auf das Sonnenbaden und auf sportliche Aktivitäten. Auch intime Kontakte sind bis zwei Wochen nach der Operation zu meiden. Geschwommen werden darf wieder einen Monat nach dem Eingriff. Zwei Monate später sind Ballsportarten erlaubt.
10.
Brillen nicht auf die Nase setzen. Erst wieder nach einem halben Jahr. In der Zwischenzeit sind Kontaktlinsen oder Spezialbrillen ohne Nasenkontakt zu verwenden.

Fazit:
Eine frisch operierte Nase muss sehr vorsichtig behandelt werden. Erst nach sechs Monaten ist wieder die ursprüngliche Stabilität erreicht.