Schnarchen & Anatomie


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Ein Teil der Atemwege besteht aus Muskulatur. Während des Schlafs erschlaffen Gaumen und Kehlkopf.
Durch Vorbeiströmen der Atemluft gerät das weiche Gewebe in Schwingung – es entstehen Geräusche, die bis zu 80 db und mehr erreichen können – vergleichbar mit dem Starten eines Motorrades. Darüber hinaus kann in bis zu fünf Prozent der Fälle die entspannte Muskulatur die Atemwege blockieren oder sogar ganz verschließen.
Folge sind äußerst gefährliche Atemaussetzer (Apnoe – Syndrom).

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Durch Vorbeiströmen der Atemluft gerät das weiche Gewebe in Schwingung

Um die Gefahren zu bannen, ist ein so genanntes Screening notwendig. Dabei wird herausgefunden, ob Atemaussetzer vorkommen oder nicht.
Diese Diagnose erfordert vom behandelnden Arzt viel Routine und Fachkenntnisse.
Dr. Onnebrink verfügt über beides. Das ist dokumentiert. Denn seine Praxis ist bereits 2005 als erste HNO – Praxis vor Ort von der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen – Lippe ermächtigt worden, das Schlaf – Apnoe – Screening durchzuführen.

Schnarch – Definition

Das gewohnheitsmäßige Schnarchen
Diese Schnarchform betrifft 95 Prozent aller Patienten und ist relativ einfach zu behandeln.
Die Atemgeräusche treten zwar regelmäßig auf, beeinträchtigen allerdings weder Kreislauf noch den Sauerstoffgehalt im Blut.
Auch Weckreaktionen gibt es bei dieser Form des Schnarchens nicht, weil die Atemwege nicht blockiert werden.

Das krankhafte Schnarchen
In fünf Prozent der Fälle existieren krankhafte Symptome.
Studien zeigen, dass 50 Prozent aller an Atemaussetzer (Apnoe) leidenden Patienten Bluthochdruck aufweisen und in 70 Prozent aller Schlaganfälle im Vorfeld Atemaussetzer festgestellt worden sind. Die Liste der Beeinträchtigungen ist jedoch noch länger.

Krankhafte Schnarcher leiden an Tinnitus, nächtlichem Schwitzen, Hörstürzen, Depressionen.

Schlafapnoe tritt häufig bei Dauerschnarchern auf, die zudem an Übergewicht leiden.
Noch ist nicht ganz geklärt, welches Leiden welche Konsequenz nach sich zieht. Ist Übergewicht für Apnoe verantwortlich? Oder lösen Apnoen Eßreize aus? Fest steht jedoch, dass rund zwei Drittel der so genannten Apnoiker mehr Nahrung zu sich nehmen als sie eigentlich benötigen.
Die Aussetzer können in extremen Fällen eine Minute und länger dauern und somit den Wert des Sauerstoffgehaltes im Blut gefährlich absinken lassen. Parallel steigen der Blutdruck und die Herzfrequenz. Bevor der Erstickungstod eintritt kommt es jedoch zu einer automatischen Weckreaktion des Gehirns. Folge: Die für die Erholung so wichtigen Tiefschlafphasen 3 und 4 werden nicht mehr erreicht. Die krankhaften Schnarcher wachen morgens auf, fühlen sich matt und unausgeschlafen.

Bei Kindern
hat das Schnarchen meist eine andere Ursache. Hier werden in der Regel die oberen Atemwege durch Polypen oder vergrößerte Mandeln blockiert. Durch einen ambulanten Eingriff (Tonsillotomie, s.o.) kann den Kleinen schnell und einfach Linderung verschafft werden.

Mit großen Auswirkungen. Die Kinder schlafen besser, sind tagsüber aufgeweckter, haben mehr Appetit und können – körperlich betrachtet – besser hören.